QSC Communities Citizen Spotlight: Benutzeroberflächen für das Q-SYS Ecosystem


Heute möchten wir Ihnen die Arbeit von Emily Eicher vorstellen. Emily war einer der ersten „Citizens“ der „QSC Communities for Developers” und hat zwischenzeitlich schon so einiges an spannendem Content in den Gruppen der Plattform gepostet.

Während die Programmierung von Plug-ins ein großes Thema auf QSC Communities ist, da diese als Ausgangspunkt für neue Lösungen im Q-SYS Ecosystem dienen, ist die Fähigkeit, ein intelligentes Design in eine intuitive, funktionale und schlanke Benutzeroberfläche zu packen, eine Kunst für sich.

Individuelle Benutzeroberflächen berücksichtigen die reale Raumgestaltung, bieten ein professionelles Erscheinungsbild und eine intuitivere Nutzererfahrung.

Heute möchten wir uns die großartigen Arbeiten näher anschauen, die Emily mit uns geteilt hat, um mehr über ihre Techniken, ihre Arbeitsabläufe und ihre bevorzugten Tools zu erfahren - ob für einen 3D-gerenderten Raum oder für eine 2D-Bedienoberfläche.

Anstatt jedoch nur ihre Ergebnisse zu präsentieren, hat Emily ihre Best Practices für das Erstellen von Benutzeroberflächen für das Q-SYS Ecosystem mit uns geteilt, die somit auch als Anregung für Ihre eigenen zukünftigen Designs dienen können.

Interview-Fragen

AA: Hi Emily, zunächst einmal vielen Dank, dass du seit Anfang an bei QSC Communities mit dabei bist und uns hilfst, hochwertige Inhalte für den Start der Plattform zu bieten. Könntest du dich bitte kurz vorstellen?

EE: Ich freue mich sehr, hier zu sein! Ich bin Programmiererin und Anwendungstechnikerin für Root-Systemintegration in Cleveland, Ohio. Ursprünglich komme ich aus Michigan. Studiert habe ich an der University of Michigan mit einem Bachelor-Abschluss in Performing Arts Technology.

AA: Wie du weißt, waren viele von uns sehr begeistert von deinem Beitrag über das 3D-Raum-UCI-Design. Wir sind gespannt, mehr über deinen kreativen Prozess bei diesem Projekt zu erfahren. Zunächst einmal, warum implementierst du bei bestimmten Projekten gerenderte 3D-Darstellungen eines Raums? Geschieht das normalerweise auf Anfrage des Kunden, oder wird dies durch die Art des Projekts vorgegeben?

EE: Ich habe einfach das Glück, mit einigen sehr talentierten Leuten zusammenzuarbeiten. Simone DiFranco, einer unser 3D-Rendering- und CAD-Experten, erstellt für einige unserer Kunden 3D-Modelle, mit denen sie virtuelle Touren durch ihr Gebäude unternehmen können. Da es sich bei diesem Projekt um ein Innovationszentrum handelte, das sowohl virtuell als auch vor Ort besucht werden kann, wollten wir für den Kunden eine intuitive Benutzeroberfläche schaffen, die zugleich für Besucher optisch ansprechend ist. Simone hatte schon Renderings für das Projekt erstellt, und ich habe mit ihm am Feinschliff der Ebenen, Winkel und weiteren Elemente gearbeitet, um die audiovisuelle Funktionalität des Raums darzustellen. Der Verwendungszweck des Raums hat somit meinen Arbeitsansatz stark beeinflusst. Ich wollte, dass der Kunde ein extrem cooles, aber auch funktionales Design bekommt.

AA: Kannst du ein paar allgemeine Ratschläge für das Design von Benutzeroberflächen geben? 

EE: Ich versuche, mir die Abläufe vorzustellen, also wie der Anwender die Oberfläche wahrnehmen und nutzen wird. Was sieht er als erstes? Wohin wird sein Blick fallen? Was passiert als nächstes? Das sind typische Fragen, auf die ich Antworten suche, und es hilft mir immer, die Arbeit im Laufe des Designprozesses mehreren Leuten zu zeigen. Viele Designer und Entwickler kennen das: Wenn du dich intensiv mit einem Projekt beschäftigst, wirst du betriebsblind. Ich versuche, das zu verhindern, indem ich andere so früh wie möglich das Design testen lasse. Ich schaue mir dann an, wo ihre Finger hingehen oder welche Schritte sie machen, um eine konkrete Aufgabe zu erledigen. Das hilft übrigens auch dabei, Bugs zu finden. Es kann sein, dass du selbst die Bedienelemente immer wieder in einer bestimmten Reihenfolge drückst und daher nicht bemerkst, dass es einen Bug gibt, bis jemand anderes kommt und es auf eine komplett andere Art probiert.

AA: Welches Programm setzt du für das Design deiner 3D-Modelle ein?

EE: Wir nutzen Revit, um die 3D Modelle zu erstellen. Für die von mir gepostete Benutzeroberfläche habe ich Adobe Illustrator genutzt, um zu definieren, wo der Anwender interagieren soll, und diese Regionen dann als transparente PNGs exportiert, ihnen Buttons zugewiesen und sie auf der Oberfläche über dem 3D-Modell positioniert. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, so etwas zu machen. Da ich sehr präzise vorgehen musste, war das gefühlt für mich der effizienteste Weg.

AA: Hast du viel Erfahrung mit 3D-Modellierung, oder ist das etwas, was du speziell zur Verbesserung deiner UCIs aufgegriffen hast?

EE: Ich habe einige Kurse am College belegt, aber ich verlasse mich da häufig auf die Fähigkeiten und Kenntnisse unseres Teams. Es ist definitiv Teamarbeit.

AA: Wie lange arbeitest du nun schon mit 3D-Modelling, und wie hast du die Technik erlernt?

EE: Unser Unternehmen erstellt schon seit einigen Jahren Modelle für Kunden.

AA: Hast du Tipps für andere, die diese Tools ausprobieren möchten?

EE: Du solltest immer wieder Teile des Modells ausblenden, um herauszufinden, welche Elemente du in deinem Design brauchst. Simone und ich haben viel Zeit damit verbracht, bestimmte Elemente aus dem Design zu entfernen, wie z.B. die Decke, einzelne Wandabschnitte oder Display-Befestigungen. Wenn dein Design unübersichtlich ist, wird es keiner benutzen wollen.

AA: Hattest du beim Design der Q-SYS Datei schon die ganze Zeit über das finale UCI vor Augen, oder gehst du die optische Gestaltung erst an, wenn das System komplett ist?

EE: Normalerweise beginne ich damit, alle Hauptelemente zu programmieren. Ich wusste in diesem Fall zum Beispiel, dass ich einen Matrix-Switch brauchen würde, und habe diesen zuerst programmiert. Sobald ich damit fertig war, konnte ich die Buttons zuweisen und die Funktionen nach meinen Vorstellungen implementieren. Dann gehe ich nochmal zurück und erweitere den Code, damit die Bedienelemente gut aussehen und sich richtig anfühlen. In der Vergangenheit habe ich auch Tools wie Adobe XD genutzt, um eine Benutzeroberfläche zu gestalten, die der Kunde ausprobieren und freigeben konnte, und habe dann alles im Designer umgesetzt. Mir war klar, dass ich für dieses Projekt eine Menge Code schreiben musste, also habe ich das zuerst erledigt. Die Ideen für die Gestaltung kamen dann beim Schreiben des Codes.

AA: Was hat dich dazu bewegt, bei QSC Communities mitzumachen, und inwiefern ergänzt die Plattform bereits bestehende Q-SYS Anwendergruppen, z.B. auf Reddit oder Facebook?

EE: Ich habe gemerkt, dass mich Communities als Programmiererin effizienter macht und dass ich dort Feedback zu meinen Designs bekommen kann. Die Möglichkeit, die Arbeit mit anderen zu teilen und zu sehen, was andere so machen, ist super. Denn man weiß ja gar nicht, welche Möglichkeiten es außerhalb des eigenen Horizonts noch so gibt. Darum ist es ein hervorragendes Tool.

Ich bin nicht auf Facebook und habe immer von Leuten gehört, die Dinge auf Facebook posten, auf die ich dann keinen Zugriff hatte, was natürlich ärgerlich war. Ich nutze Reddit - dort reagieren die Nutzer nicht so schnell auf Posts, also habe ich dort Fragen beantwortet etc. Jetzt werde ich die Leute von dort geradewegs auf Communities verweisen.

AA: Was erhoffst du dir von der Entwicklung von Communities? Gibt es etwas, dass du demnächst dort gerne sehen würdest?

EE: Ich freue mich sehr darüber, dass die Ressourcen-Library wächst und ich von anderen Programmierern lernen kann. Zudem freue ich mich darauf, die weitere Entwicklung mit einer wachsenden Anzahl von Nutzern verfolgen zu können.

AA: Vielen Dank, Emily! Ich freue mich darauf, mehr von deinen Designs zu sehen! Wie können dich Q-SYS Designer außerhalb von Communities kontaktieren? Hast du Social-Media-Accounts, auf denen Kollegen dir folgen könnten?

EE: - Über E-Mail bin ich erreichbar unter [email protected]. Ich bin auch auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/emilyeicher. Ihr könnt mich gerne kontaktieren! Vielen Dank für Communities und für die großartigen Möglichkeiten mit Q-SYS!

3 responses to “Citizen Spotlight: User Control Interfaces for the Q-SYS Ecosystem

  1. Em is an amazing talented person! She’s a brilliant and gifted musician as well! And a friend.

  2. Inspiring work! It’s content like this that excites me to use Q-SYS. Being the only AV systems programmer at my company, information and feedback from others in the field is absolutely invaluable. Thanks for sharing!

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